Aachen, 30.09.2026. Wie kommen vielversprechende Forschungsergebnisse, technologische Lösungen und neue Versorgungsideen schneller in die Anwendung? Genau hier setzen die Innovationspartnerschaften im Projekt Care for Sustainable Innovation | CSI an. Vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027 läuft die neue Bewerbungsphase für Konsortien, die ein konkretes Innovationsprojekt für die Gesundheitswirtschaft weiterentwickeln möchten.
Mit dem neuen Aufruf erweitert CSI den bisherigen Fokus auf Startups gezielt. Künftig sollen ebenfalls verstärkt Forschungseinrichtungen, Universitätskliniken, technologieorientierte Unternehmen sowie hochschulnahe Gründer:innen erreicht werden. Entscheidend ist ein gemeinsamer Nenner: Die Idee besitzt ein klares Innovationspotenzial, adressiert eine relevante Herausforderung der Gesundheitswirtschaft und bietet eine realistische Perspektive für Anwendung oder auch anschließende Förderung.
Die Innovationspartnerschaften richten sich an Konsortien aus mindestens zwei Partnern, dabei muss mindestens ein Partner eine etablierte Organisation oder Unternehmen sein. Besonders willkommen ist die Zusammenarbeit mit Kommunen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Versorgern sowie Partner aus Wissenschaft und Forschung. Voraussetzung ist außerdem ein regionaler Bezug zur Wirtschaftsregion Aachen, also zur Stadt Aachen, StädteRegion Aachen oder den Kreisen Euskirchen, Düren und Heinsberg.
Die ausgewählten Innovationspartnerschaften erhalten eine individuelle Begleitung bis spätestens Ende 2027. In methodisch fundierten Workshops entwickeln die Konsortien ihre Ideen weiter, identifizieren erste Anwendungsfelder, prüfen Marktpotenziale, schärfen Geschäftsmodelle und erarbeiten konkrete nächste Schritte für eine praxisnahe Lösung.
Zusätzlich profitieren die Partnerschaften vom Zugang zu einem starken Netzwerk in Nordrhein-Westfalen, von Unterstützung bei Fördermitteln und Finanzierungsoptionen sowie von öffentlicher Sichtbarkeit über die Projektwebsite, Veranstaltungen und Social Media.
Gesucht werden keine reinen Forschungsvorhaben, sondern umsetzungsorientierte Innovationsprojekte. Die eingereichten Lösungen sollen einen erkennbaren Neuheitswert besitzen oder bestehende Ansätze praxisnah weiterentwickeln. Besonders interessant sind Cross Innovationen, die Gesundheitswirtschaft mit weiteren Innovationsfeldern verbinden, zum Beispiel Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Energie, innovatives Bauen oder Künstliche Intelligenz.
„Mit der neuen Bewerbungsphase öffnen wir die Innovationspartnerschaften gezielt für Akteure, die Forschung, Technologie und Versorgung enger miteinander verbinden. Gerade an Universitätskliniken, Hochschulen, Fachhochschulen und in technologieorientierten Unternehmen entstehen viele Ideen mit hoher Relevanz für die Gesundheitswirtschaft. Entscheidend ist jetzt, diese Ideen in konkrete Innovationsprojekte zu übersetzen und gemeinsam mit passenden Partnern in Richtung Anwendung oder Förderung weiterzuentwickeln„, sagt Iris Wilhelmi, Geschäftsführerin des digitalHUB Aachen e.V.

Interessierte Konsortien können sich direkt mit einer konkreten Idee und mindestens zwei feststehenden Partnern bewerben. Wer eine Idee hat und noch passende Partner sucht, kann die Partnerbörse nutzen. Das CSI-Team unterstützt dabei, geeignete Innovationspartner für das jeweilige Vorhaben zu finden.
Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2027 möglich. Weitere Informationen zur Bewerbung und zur Partnerbörse gibt es auf der Website von Care for Sustainable Innovation:
care4innovation.de
Care for Sustainable Innovation treibt die digitale und nachhaltige Transformation der Gesundheitswirtschaft in der Region Aachen voran. Das Projekt vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis und begleitet die Entwicklung marktfähiger Innovationen.
Partner im Projekt Care for Sustainable Innovation sind: Region Aachen Zweckverband (RAZV), Stadt Aachen, StädteRegion Aachen, Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg mbH, Uniklinik RWTH Aachen, RWTH Aachen, digitalHUB Aachen e.V., MA&T Sell & Partner GmbH, MedLife e.V. und AGIT – Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH.
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. www.care4innovation.de
Der Verein digitalHUB Aachen setzt sich für die Digitalisierung der Wirtschaft und der öffentlichen Hand der Region Aachen ein. Mitglieder sind Mittelstand, Industrie, Startups und Institutionen, welche die Ziele des Vereins unterstützen. Das Digitalisierungszentrum des digitalHUB Aachen bringt Startups und IT-Mittelstand (digitale „Enabler“) mit klassischem Mittelstand und Industrie als Anwender (digitale „User“) in der digitalCHURCH zusammen, um gemeinsam neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu realisieren. Unterstützt wird dies durch Region und Wissenschaft („Supporter“). So wird euregional eine „Aachen Area“ als digitales Innovationsland geschaffen.
Der digitalHUB Aachen ist einer von insgesamt sechs „NRW Hubs“, die vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert werden. Mit der Initiative wird das Wachstum von Startups in NRW beschleunigt.