Ein Jahr NRW HUBs: Gemeinsam mehr für Startups in NRW bewegen

Sechs Hubs, ein gemeinsames Ziel: Das Startup-Ökosystem in Nordrhein-Westfalen stärken. Seit einem Jahr arbeiten die NRW HUBs eng zusammen, teilen Wissen und Kontakte und schaffen neue Möglichkeiten für Gründerinnen und Gründer.

Ein Startup steht vor der Frage, wie es die ersten Kunden gewinnt. Ein Gründerteam sucht nach einem erfahrenen Mentor, der das Geschäftsmodell kritisch hinterfragt. Ein junges Unternehmen möchte mit einem etablierten Unternehmen zusammenarbeiten, findet aber noch nicht den richtigen Zugang. Herausforderungen wie diese gehören zum Alltag vieler Startups. Und oft entscheidet nicht allein die Idee darüber, wie es weitergeht, sondern auch, wer die richtigen Kontakte vermitteln und bei den nächsten Schritten unterstützen kann.

In Nordrhein-Westfalen gibt es dafür ein breites Netzwerk aus Gründungszentren, Expertinnen und Experten sowie Unternehmen. Mit der Förderung der NRW Hubs durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW soll dieses Potenzial noch besser zusammengebracht werden. Seit einem Jahr arbeiten sechs Hubs eng zusammen, teilen Erfahrungen und erschließen neue Möglichkeiten für Startups. Das Ziel: Unterstützung dort verfügbar machen, wo sie gebraucht wird und die Stärken der einzelnen Standorte zu einem größeren Netzwerk verbinden.

Start NRW HUBs Übergabe

Sechs Hubs, ein gemeinsames Ökosystem

Mit der Förderung verfolgt Nordrhein-Westfalen das Ziel, die Gründungs- und Innovationslandschaft weiter zu stärken. Die sechs Hubs, digitalHUB Aachen, DIGITALHUB.DE, digihub Düsseldorf/Rheinland, STARTPLATZ, Anthropia und Digital Hub münsterLAND, bringen dafür unterschiedliche Perspektiven, Branchenzugänge und Netzwerke zusammen.

Durch die Zusammenarbeit können diese Kompetenzen über einzelne Standorte hinaus genutzt werden. Was an einem Ort bereits funktioniert, kann anderen zugutekommen. Kontakte lassen sich vermitteln, Erfahrungen teilen und neue Kooperationen anstoßen.

Für Startups bedeutet das mehr als eine zusätzliche Anlaufstelle. Es eröffnet ihnen Zugang zu einem größeren Netzwerk aus potenziellen Kunden, Unternehmenspartnern, Mentorinnen und Mentoren sowie weiteren Akteuren des Startup-Ökosystems. Nicht jede Herausforderung lässt sich mit einem Workshop lösen. Manchmal braucht es eine erfahrene Person, die die richtigen Fragen stellt. Manchmal einen Kontakt, der einen neuen Markt eröffnet. Und manchmal den Austausch mit anderen Gründerteams, die vor ähnlichen Entscheidungen stehen.

Wie diese Unterstützung konkret aussehen kann, zeigt die Arbeit des digitalHUB Aachen mit dem Accelerator-Programm aixBOOST.

NRW HUBs auf dem Innovationskongress

Ein Jahr aixBOOST: 13 Startups auf Wachstumskurs begleitet

Eine gute Geschäftsidee ist der Anfang. Doch spätestens wenn es darum geht, Kunden zu gewinnen, das Geschäftsmodell zu schärfen oder neue Märkte zu erschließen, stehen viele Gründerteams vor ganz konkreten Fragen: Ist unser Angebot wirklich auf die Bedürfnisse unserer Zielgruppe zugeschnitten? Wie erreichen wir die richtigen Kunden? Welche Partnerschaften bringen uns weiter? Und wie schaffen wir es, aus ersten Erfolgen nachhaltiges Wachstum zu entwickeln?

Genau mit diesen Fragen beschäftigte sich der erste Batch von aixBOOST. Das zwölfmonatige Accelerator-Programm des digitalHUB Aachen begleitet Startups dabei, ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln und sich für die nächsten Wachstumsschritte aufzustellen.

Die Auswahl für den ersten Batch war das Ergebnis eines umfangreichen Bewerbungsprozesses: Rund 800 Startups wurden kontaktiert, 44 Teams bewarben sich. Am Ende wurden 13 Startups in das Programm aufgenommen und über zwölf Monate begleitet.

Individuelles Coaching, Mentoring, Workshops und der Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern bildeten wichtige Bausteine. Hinzu kam der Zugang zu Unternehmen und weiteren Akteuren des Startup-Ökosystems. Denn gerade für junge Unternehmen kann ein Gespräch mit der richtigen Person der Ausgangspunkt für eine neue Kooperation, einen ersten Kundenkontakt oder eine entscheidende Veränderung im Geschäftsmodell sein.

Den Abschluss des ersten Batches bildete der demoDAY am 26. Juni 2026 im Mediahuis. Dort präsentierten die Startups ihre Geschäftsmodelle und Entwicklungen. Sourcera überzeugte dabei besonders und belegte den ersten Platz für aixBOOST. Bald startet auch schon der zweite Batch von aixBOOST.

Gemeinsam mehr bewegen

Ein Jahr NRW HUBs steht für die Idee, dass die Unterstützung von Startups nicht an Standortgrenzen enden muss. Wenn Hubs ihre Erfahrungen, Kontakte und Kompetenzen miteinander verbinden, entstehen zusätzliche Möglichkeiten für Gründerinnen und Gründer in ganz Nordrhein-Westfalen.

Für den digitalHUB Aachen ist diese Zusammenarbeit ein wichtiger Baustein, um Startups nicht nur beim Start, sondern auch auf ihrem Weg zum Wachstum zu begleiten. Mit Programmen wie aixBOOST wird das Netzwerk mit konkreter Unterstützung für junge Unternehmen verbunden.

Die entscheidende Frage ist dabei nicht allein, wie viele Startups ein Programm durchlaufen oder wie viele Kontakte ein Netzwerk umfasst. Entscheidend ist, was die Teams mit den gewonnenen Erfahrungen und Verbindungen anfangen können und welche neuen Möglichkeiten sich daraus für ihre Unternehmen ergeben.

Nach einem Jahr NRW Hubs ist deshalb vor allem eines klar: Ein starkes Startup-Ökosystem entsteht nicht dadurch, dass jeder für sich arbeitet, sondern dadurch, dass die richtigen Menschen zusammenkommen. Und manchmal beginnt der nächste große Schritt eines Startups genau mit dieser einen Verbindung.

 

Die NRW HUBs findet ihr übrigens auch auf LinkedIn und Instagram.

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